
Kollagen ist seit jeher als Quelle für Aminosäuren bekannt, die strukturelle Gewebe wie Haut, Gelenke und Bindegewebe unterstützen.
Bestimmte Kollagenpeptide können jedoch auch biologische Wirkungen im Körper hervorrufen. Das verstehen wir unter Bioaktivität.
Warum ist das wichtig? Weil Kollagenpeptide dank ihrer Bioaktivität über ihre ernährungsphysiologische Rolle als Aminosäurequelle hinaus bestimmte physiologische Funktionen unterstützen können. Für Verbraucher eröffnet dies die Möglichkeit, gezieltere Kollagenprodukte zu entwickeln, die auf spezifische Gesundheitsbedürfnisse zugeschnitten sind.
Was macht also einen Kollagenwirkstoff bioaktiv?
Drei Fragen helfen uns, dies zu verstehen:
Welche Peptide enthält es? Können diese Peptide unverändert resorbiert werden? Und welche biologische Aktivität weisen sie tatsächlich auf?
Kollagen enthält verschiedene Peptide, von denen jedes seine eigene Aminosäuresequenz aufweist. Dies ist von Bedeutung, da unterschiedliche Peptidsequenzen unterschiedliche biologische Funktionen haben können.
CollaSel TRIPEPTIDE® enthält beispielsweise mehr als 80 % Kollagen-Tripeptide – Peptide, die aus drei Aminosäuren bestehen.
Doch das Vorhandensein potenziell bioaktiver Peptide ist nur der erste Schritt. Sie müssen auch unverändert resorbiert werden.
Damit ein Peptid seine spezifische biologische Funktion erfüllen kann, muss es während der Resorption seine Struktur beibehalten.
Einige kleine Peptide, darunter Di- und Tripeptide, können über den Darmtransporter PepT1 unverändert resorbiert werden, anstatt vollständig in einzelne Aminosäuren zerlegt zu werden.
Dass es jedoch unverändert resorbiert wird, beweist noch keine Bioaktivität. Wir müssen noch herausfinden, welche Wirkung das Peptid tatsächlich hat.
Von Bioaktivität spricht man, wenn ein Peptid eine spezifische, messbare biologische Wirkung hervorruft.
In In-vitro-Untersuchungen lieferte CollaSel TRIPEPTIDE® mehrere Beispiele:
GLP-1-Stimulation
→ spielt eine Rolle bei der Sättigungs- und Glukoseregulierung
DPP-IV-Hemmung
→ 5-mal höhere prognostizierte inhibitorische Bioaktivität*
→ Durch die Hemmung von DPP-IV bleibt GLP-1 länger aktiv
ACE-Hemmung
→ 4-mal höhere prognostizierte hemmende Bioaktivität*
→ von Bedeutung für die Gefäß- und Blutdruckregulation
Antioxidative Wirkung
→ 3-mal höhere prognostizierte Aktivität*
Diese Ergebnisse verdeutlichen den letzten Schritt der Bioaktivität: Die Peptide gelangen nicht nur unverändert in den Körper, sondern zeigen auch spezifische biologische Wirkungen.
Es läuft auf drei Dinge hinaus:
1. Welche Peptide sind vorhanden?
Verschiedene Peptide können unterschiedliche biologische Funktionen haben.
2. Können sie unverändert aufgenommen werden?
Da es intakt bleibt, kann das Peptid die Struktur beibehalten, die mit seiner Funktion verbunden ist.
3. Was machen sie eigentlich?
Die Bioaktivität muss durch die Messung einer bestimmten biologischen Wirkung nachgewiesen werden.
Zusammen erklären diese Faktoren, wie bestimmte Kollagenpeptide physiologische Funktionen unterstützen können, die über die ernährungsphysiologische Rolle von Kollagen als Aminosäurequelle hinausgehen.
Und genau hier gewinnt die Bioaktivität für die Produktentwicklung besondere Bedeutung: Das Verständnis der biologischen Aktivität bestimmter Peptide kann die Entwicklung gezielterer Kollagenformulierungen unterstützen, die auf die spezifischen Gesundheitsbedürfnisse der Verbraucher zugeschnitten sind.
CollaSel TRIPEPTIDE® ist ein Beispiel hierfür: >80 % Kollagen-Tripeptide, die Fähigkeit kleiner Peptide, unverändert resorbiert zu werden, sowie inhaltsstoffspezifische Forschungsergebnisse, die eine biologische Aktivität über verschiedene Stoffwechsel- und Gefäßmechanismen hinweg belegen.
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